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Regel- und Brettspiele sind für Kinder wichtig

Brettspiel Kind

Du suchst nach einer Beschäftigung für verregnete Sonntagnachmittage, die Dein Kind garantiert vom Fernseher weglockt und an der die ganze Familie Spass hat? Dann stöbere doch mal in den Untiefen Deines Wohnzimmerschrankes nach dem alten Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel. Die Begleitung der kognitiven Entwicklung von Kindern ist weder schwierig noch aufwendig. Ein Spiel, welches nach bestimmten Regeln gespielt wird, bietet Kindern viele Lernchancen. Neben der Sprache und dem Regelverständnis wird auch das soziale Miteinander zwischen Eltern und Kind gefördert. Zudem lernt Dein Kind, dass es nicht immer gewinnen kann. Eine wichtige Erfahrung, die sich in vielen Situationen als hilfreich erweisen kann. Ein weiterer Vorteil an Regel- und Brettspielen: Gemeinsam machen Sie besonders viel Spass und Langweile hat keine Chance.

Brettspiele sind eine kommunikative Alternative zu Spielzeug für Kinder

Spielzeug ist häufig so konzipiert, dass ein Kind sich alleine damit beschäftigen kann. Das ist auch gut so, denn schliesslich sollen so Phantasie und Kreativität angeregt werden. Aber viele wichtige Spielerfahrungen können Kinder nur im Spiel mit anderen Gleichaltrigen oder Erwachsenen machen. Zwischen dem zweiten und dem dritten Lebensjahr entwickeln Kinder ein Verständnis für Regeln. Sie können dann einfache Brett- oder Tischspiele wie "Memory" spielen. Du als Mutter oder Vater solltest jedoch die Begleitung dieses Prozesses übernehmen und die Spielregeln erklären. Dabei musst Du wahrscheinlich ein wenig Geduld zeigen: Nicht jeder Dreijährige ist sofort Feuer und Flamme, wenn er erfährt, dass Brett- und Tischspiele nur funktionieren, wenn Regeln befolgt werden. Die meisten Kinder aber geniessen es, gemeinsam mit der ganzen Familie Spiele zu spielen. Wichtig: Je jünger Dein Kind ist, desto kürzer sollte eine Spielrunde sein. Am Anfang reichen 10 bis 15 Minuten für ein Spiel. Länger können sich Kinder in diesem Alter noch nicht konzentrieren.

Begleitung und Förderung einzelner Lernbereiche durch Tischspiele

Der Vorteil von Brettspielen gegenüber anderem Spielzeug für Kinder ist die Tatsache, dass Du als Mutter oder Vater mit ihrer Hilfe gezielt einzelne Entwicklungsbereiche Deines Kindes fördern kannst. Weil Tisch- und Brettspiele soziale Interaktion voraussetzen, nimmt die Sprachförderung grundsätzlich einen wichtigen Stellenwert ein. Zusätzlich werden geistige Fähigkeiten wie die Merkfähigkeit oder mathematische Kompetenzen gestärkt. Inhaltlich beschäftigen sich erste Regelspiele meist mit Farben, Formen, Zahlen oder Buchstaben. Auch Themen, die Kinder besonders interessieren wie beispielsweise Tiere, werden in Tisch- und Regelspielen häufig aufgegriffen.

Bei jedem Spiel steht eine andere Kompetenz im Fokus. Genaueres kannst Du in der Regel der Anleitung entnehmen, denn diese enthält meist auch Hinweise für Eltern und Erzieher. Grundsätzlich darf aber auch der Spaßfaktor im Vordergrund stehen. Wichtig: Je jünger Dein Kind ist, desto weniger Kleinteile sollte ein Brettspiel enthalten. Wenn der Spielaufbau länger dauert als das Spiel selbst verlieren Kinder schnell die Lust daran.

Tipp: Du darfst Dein Kind ab und zu gewinnen lassen - aber nicht immer!

Gewinnen macht Spass, zu verlieren hingegen fällt Kindern sehr schwer. Es kann motivierend sein, wenn Eltern ihr Kind zunächst ein paar Mal gewinnen lassen, bis es die Spielregeln verstanden hat und umsetzen kann. Dann aber darf es ruhig auch zwischendurch die Erfahrung machen ein Spiel zu verlieren. Lasse Dich nicht davon beeindrucken, wenn Dein Kind tobt und die Spielfiguren durch den Raum fliegen: Kinder müssen erst lernen, mit Frust umzugehen.

Bildquelle: crookoo / pixabay.com

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