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Sinnvolles und gesundes Spielen

Spielen ist kein banaler Zeitvertreib

Spielen Zeitvertreib

 

Für Dich ist es wichtig, dass du das Spiel mit Deinem Kind nicht nur als die Zeit siehst, in der Vater oder Mutter endlich etwas Zeit hat, den Wünschen und Bedürfnissen des Sprösslings nachgehen zu können. Das Spiel hat für das Kind einen besonderen Sinn und Zweck, denn dadurch lernt es, die Welt zu verstehen und Erlebnisse zu verarbeiten. Schon allein diese Gründe sollten dem gemeinsamen Zeitvertreib eine grosse Portion Respekt entgegengebracht werden und die Eltern sollten sich dafür genügend Verständnis bzw. Wissen über das Spielverhalten der eigenen Kinder aneignen.

Spielen ist nicht gleich spielen

Du solltest dem Spiel Deines Kindes Respekt entgegenbringen und so viel Zeit wie möglich geben, damit es immer wieder ausgelassen und nach Herzenslust spielen kann. Dabei ist die Zeit und nicht die Menge der Spielsachen  der wichtigste Faktor. Ein Berg teurer Spielwaren ist zwar für Dich toll anzusehen und bestätigt dich in Deiner Fürsorge, doch für Dein Kind selbst macht es das Spielen zur Qual der Wahl. Schaffe lieber weniger Spielsachen an oder reduziere die Menge und konzentriere Dich auf die Dinge, welche dem Entwicklungsalter entsprechen, sowie die nötige Qualität zum Schutz und zur Sicherheit Deines Kindes bieten.

Mit Spielsachen ist es so ein Ding, denn bei der Anschaffung werden oft auch die eigenen Vorlieben und Wünsche von Dir eine entscheidende Rolle spielen. In vielen Fällen will der Vater seine eigenen Kinderwünsche mit dem Spielzeug erfüllen oder die Mutter ein besonders wertvolles Spielzeug kaufen, welches ihr in etwa einem Dutzend Kinder-Ratgebern empfohlen wurde. Du solltest aber in Betracht ziehen, dass Dein Kind nicht für alles, was Dir gefällt, auch eine Vorliebe hat. Auch Dein Kind lässt sich bei der Wahl des Spielzeuges von seinen Instinkten und Reizen und nicht nach dem Verstand leiten. So wird das kitschige Plastikspielzeug in grellen Farben in den ersten Monaten mit Sicherheit gegenüber dem pädagogisch wertvollen Holzspielzeug bevorzugt.

Du musst nicht enttäuscht sein, wenn dem so ist. Mit dem Alter Deines Kindes verändern sich oft die Vorlieben und Dein Kind orientiert sich zudem auch nach dem Angebot im Kinderzimmer. Du solltest Dein Kind deshalb immer wieder bei seinem Spiel beobachten, da Du so erkennen kannst, was bei Deinem Sprössling gerade angesagt ist und Du kannst entsprechend darauf reagieren. Auch kindertaugliche Alltagsgegenstände können sich gut für einen fantasievollen und kreativen Zeitvertreib eignen. Schon mit einem einfachen Messbecher aus Plastik kann eine interessante und fördernde Spielzeit entstehen. Egal, wo oder wann Dein Kind spielen will und kann: Es ist wichtig, dass es sich in dieser Zeit ungestört auf sein Spiel konzentriert.

Das unterschiedliche Spielverhalten

Kleinkinder können sich noch nicht lange mit einer einzigen Sache beschäftigen und lieben deshalb Abwechslungen. In dieser Zeit viele und teure Spielsachen anzuschaffen macht keinen Sinn. Dein Kaufentscheid sollte in diesem Alter in erster Linie bei der Qualität liegen. Das Spielzeug sollte in dieser Zeit robust und stabil sein und vor allem keine Kleinteile haben. So besteht keine Gefahr, dass die Spielsachen in kleine Teile zerbrechen und womöglich von Deinem Liebling verschluckt werden.

Kinder beobachten gerne ihre Vorbilder und imitieren sie entsprechend. Dazu gehören beispielsweise das Telefonieren, Computerarbeit oder am Tablet im Internet zu surfen. Die Spielzeugindustrie hat darauf reagiert und diese Alltagsgegenstände in Plastikform auf den Markt gebracht. Gerade bei diesen Dingen solltest du eine Anschaffung jedoch genau abwägen, denn ein Kindertelefon lenkt Dein Kind nur kurzweilig vom Wunsch ab, mit Deinem Telefon zu spielen. Aber nicht nur die Interesse sondern auch die Hemmschwelle, das „echte“ Telefon zu benutzen, sinkt bei Deinem Kind markant, da es die Unterschiede noch nicht erkennen kann.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Dein Kind nicht nur einfach spielen will, sondern es entwickelt seinen Entdeckerinstinkt und möchte vielen Sachen richtig auf den Grund gehen. Dieser Wunsch nach mehr Wissen erfordert viele „Opfer“ wie Bücher, den Teddybär, Spielzeugautos und viele mehr. Schliesslich muss erforscht und entdeckt werden, wie und warum etwas so ist bzw. funktioniert. Denke in dieser Zeit daran, dass Dein Kind nichts Böses vorhat, sondern den Dingen lediglich auf den Grund gehen will. Bringe in solchen Situationen viel Geduld mit und finde nur liebe Worte, um Deinem Kind die Funktionen der verschiedenen Sachen auch im Detail zu erklären.

Das Spiel ist vom Alter abhängig

Im Alter bis zu zwei Jahren wird sich Dein Kind kaum mit einem Spielkameraden die Zeit vertreiben. Es wird zwar gerne mit anderen Kindern in der Gruppe spielen oder sie beobachten, doch das eigentliche Spiel wird es noch neben- und nicht miteinander erleben. Du solltest in dieser Zeit keine zu hohen Erwartungen haben, dass Deine Anwesenheit durch einen Spielkameraden ersetzen werden kann.

Ab einem Alter von drei Jahren verliert Dein Kind die ursprüngliche Lust am Spiel und begreift, dass Spielen auch eine Art von Wettbewerb bedeutet. In diesem Alter wird der Erfolgsinstinkt entdeckt und auch Dein Kind wird sich beim Spielen immer mehr Mühe geben, das Spiel zu gewinnen. Durch diese Veränderung des Spielverhaltens wird es zwangsläufig zu Erfahrungen von Misserfolgen kommen und Tränen oder gar Wut werden das Spiel begleiten.

In dieser Situation, mit neuen und wichtigen Erfahrungen, solltest Du nicht zu früh eingreifen oder Dein Kind gewinnen lassen. Es sollte schon in diesem Alter das Verhältnis von Einsatz und Erfolg erlernen. Dadurch entwickelt Dein Kind nicht nur Ausdauer bzw. Durchhaltevermögen, sondern auch die Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Die beste Hilfe, welche du Deinem Kind bieten kannst, ist auch trotz Misserfolgen immer weiterzumachen.

Bildquelle: ironmarine0 / pixabay.com

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