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Der Spass am gemeinsamen Krabbeln

Krabbelgruppe sinnvoll

"Ich habe mich mit meinem Kleinen für eine Krabbelgruppe angemeldet. Dort werden die Kinder besonders gut gefördert und haben Kontakt zu Gleichaltrigen. Das ist mir wichtig, schliesslich möchte ich, dass mein Sohn ein positives Sozialverhalten entwickelt."

Vielleicht hast Du ähnliche Aussagen bereits von Freunden und Bekannten mit Babys und Kleinkindern gehört. Seit ein paar Jahren boomen Krabbelgruppen und manche Mutter hat das Gefühl, sie würde ihrem Kind wichtige Entwicklungsanreize vorenthalten, wenn sie sich von derartigen Angeboten zur frühkindlichen Förderung nicht wahr nimmt. Aber stimmt das wirklich?

Krabbelgruppen haben heute einen pädagogischen Anspruch

Krabbel- und Spielgruppen für Kinder unter drei Jahren sind nicht neu. Vielleicht hast Du als Kind bereits mit deinen Eltern eine solche Gruppe besucht. Früher handelte es sich bei den wöchentlichen Treffen allerdings eher um zwanglose Möglichkeiten für Eltern sich auszutauschen. Auch damals wurden Lieder gesungen, Spiele gespielt oder Bastelarbeiten angeboten, jedoch in der Regel ohne grossen pädagogischen Anspruch. Die Leiterinnen solcher Spielgruppen hatten meist keine nennenswerte pädagogische Ausbildung und es gab keine Förderziele.

Heute ist das anders. Ein Platz in einer Gruppe, in der beispielsweise das "Prager-Eltern-Kind-Programm", kurz "PEKIP" durchgeführt wird, ist heiss begehrt. Die Gruppenleiter müssen eine mehrmonatige zertifizierte Ausbildung absolvieren, um PEKIP anbieten zu dürfen. Jede Einheit verfolgt einen pädagogischen Zweck und dient dazu, die Babys altersgerecht zu fördern und die Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken.

Die Kinder werden häufig untereinander verglichen

Grundsätzlich ist das natürlich nicht verkehrt. Das Problem besteht darin, dass Eltern heute glauben ihr Kind hätte einen Nachteil, wenn es nicht an einer Krabbelgruppe teilnimmt. Der "Frühförderwahn" steckt immer mehr junge Eltern an und erhöht den Druck, denn wer an solchen Treffen teilnimmt setzt sein Kind automatisch den kritischen Blicken der anderen Mütter und Väter aus. Die Kinder werden untereinander vergleichen und schnell heisst es dann: "Oh, dein Sohn ist aber sehr gross und schwer für sein Alter" oder "Also, ich habe das Gefühl deine Kleine hat Schwächen im motorischen Bereich."

Gerade, wenn Du zum ersten Mal Mutter geworden bist, ist es gar nicht immer so einfach, solchen Kommentaren kein Gehör zu schenken und sich dadurch nicht verunsichern zu lassen.

Tipp: Krabbelgruppen können Spass machen - wenn Du entspannt bleibst

Dein Kind hat keinen Nachteil, wenn Du Dich gegen den Besuch einer Krabbelgruppe entscheidest. Es gibt viele andere Aktivitäten, die Dir und Deinem Kind gut tun, beispielweise ein Spaziergang oder ein Vormittag auf dem Spielplatz. Natürlich schadet es Kindern auch nicht, einmal wöchentlich gemeinsam zu spielen und zu singen, aber dadurch entwickeln sie sich nicht schneller oder besser.

Es ist also alleine Dir überlassen, ob Du Dein Kind in einer Spiel- oder Krabbelgruppe anmeldest, egal, ob diese als Frühförderungsmassnahme gilt oder nicht. Entscheidest Du Dich dafür solltest Du Dich wappnen und auf keinen Fall zulassen, dass Dein Kind mit anderen verglichen wird. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und das war schon immer so.

Bildquelle: Jan Stockmann / pixelio.de

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