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Spielzeug können Risiken bergen

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Bei einem aktuellen Test von im Handel befindlichem Spielzeug ist jedes fünfte untersuchte Spielzeug wegen Sicherheits- und Gesundheitsmängeln durchgefallen. Das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit, die Bezirksregierungen und die Chemischen Untersuchungsämter im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen hatten im Auftrag des dortigen Ministeriums für Verbraucherschutz und Gesundheit insgesamt 150 unterschiedliche Spielzeuge für Kleinkinder im Alter von bis zu drei Jahren kontrolliert.

Als häufigster Schwachpunkt erwiesen sich Kleinteile wie Räder an Fahrzeugen oder Verzierungen, die sich leicht vom Spielzeug lösen lassen. An 19 Produkten waren Kleinteile, die von Kindern verschluckt werden könnten. Um solche Gefahren zu vermeiden, empfiehlt das NRW-Gesundheitsministerium Spielzeug vor dem Kauf im Laden genau anzusehen und auch auspacken zu lassen.

Auch die Inhaltsstoffe zeigen Risiken

Die Stichprobenuntersuchung zeigte aber auch, dass noch immer nicht alle Spielzeuge frei von gesundheitsschädlichen Stoffen sind: 16 der 150 Produkte waren aufgrund chemischer Mängel bedenklich. So wurden in neun Spielzeugen gesundheitsschädliche Weichmacher, sogenannte Phthalate, gefunden. Diese stehen laut Ministerium im Verdacht, wie Hormone zu wirken und können Unfruchtbarkeit beim Mann hervorrufen. Offiziell sind seit Anfang 2007 Spielzeuge aus weichgemachten Kunststoffen verboten. Um sicher zu gehen, sollten Verbraucher bei Produkten auf den freiwilligen Hinweis „PVC-frei“ oder „phthalatfrei“ achten. Ferner fanden die Prüfer in vier Proben Spuren von Formaldehyd, das als krebsverdächtig gilt und reizend wirkt. Spielzeuge aus Holz sind oft aus Spanplatten oder Sperrholz hergestellt, wobei in beiden Fällen als Bindemittel formaldehydhaltiges Kunstharz dient, das kontinuierlich ausgasen kann. In einem Produkt wurden gesundheitsschädliche Schwermetalle nachgewiesen, die zum Beispiel in bleihaltigen Farblackierungen vorkommen.

Einige Produkte fielen durch ihre fehlende Speichel- und Schweissechtheit auf. Das bedeutet, dass sich vor allem bei längerem Gebrauch bunter Spielzeugen, die oft stundenlang von Babys und Kleinkindern in den Mund genommen werden, Farben ablösen und in den kindlichen Organismus gelangen können.

Die richtige Kennzeichnung ist der ideale Schutz

Ein wichtiges Kaufkriterium für Eltern ist die Kennzeichnung der Produkte: 70 Prozent der getesteten Spielzeuge wiesen in diesem Punkt Mängel auf. Bei vielen Produkten fehlte die CE-Kennzeichnung, mit der Hersteller erklären, dass dieses Produkt den europäischen Mindestsicherheitsanforderungen genügt. Häufig fehlte die vorgeschriebene Angabe der vollständigen Adresse des Herstellers oder des Importeurs. Sie ist für Reklamationen wichtig. Eine Seriennummer gewährleistet bei Rückrufaktionen eine eindeutige Identifizierung.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist das freiwillige GS-Zeichen. Es steht für „Geprüfte Sicherheit“ und wird von zugelassenen, unabhängigen Prüfstellen wie dem deutschen TÜV (Technischer Überwachungsverein) vergeben.

Quelle: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, www.umwelt.nrw.de
Bildquelle: cocoparisienne / pixabay.com

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