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Warum spielen Kinder zu Hause anders?

Spielverhalten zuhause

"Ihr Kind will zu Hause immer beschäftigt werden und hat Probleme sich längere Zeit zu konzentrieren? Also, das kann ich nicht bestätigen. Hier im Kindergarten ist Ihre Tochter sehr beliebt bei den anderen Kindern und findet immer schnell ins Spiel."

Manchmal hast Du vielleicht das Gefühl, andere reden nicht von Deinem, sondern von einem fremden Kind, wenn es um das Spiel- und Lernverhalten geht. Kann es denn wirklich sein, dass sich Kinder in unterschiedlichen Umgebungen komplett anders geben als, als ihre Eltern es von ihnen kennen?

Schwer zu glauben, aber wahr: Fast alle Kinder zeigen in der Schule oder im Kindergarten andere Verhaltensmuster als zu Hause bei ihren Bezugspersonen. Das kann positiv sein, aber auch negativ - beispielsweise dann, wenn Dein Kind in Konflikte verwickelt ist oder sich von Lehrern und Erzieherin nicht sagen lässt.

Kinder passen sich an ihre Umgebung an

Wie Kinder sich verhalten, hängt mehr und mehr von der Umgebung ab, je älter sie werden. Sie lernen, sich in ihrem Verhalten an die vor Ort herrschenden Gegebenheiten anzupassen. Ein Beispiel: Dein Kind zeigt sich zu Hause launisch und ungeduldig, wenn es nicht seinen Willen bekommt. Als das jährliche Elterngespräch im Kindergarten ansteht, befürchtest du, dass es ein ähnliches Verhalten in der Betreuungseinrichtung zeigt und stellst Dich als Mutter auf negative Rückmeldungen ein. Aber siehe da: Deine Tochter scheint sich nur zu Hause so aufzuführen, im Kindergarten wartet sie geduldig, bis sie an der Reihe ist einen Schmetterling zu basteln und bekommt auch keine Tobsuchtsanfälle, wenn sie ihre Schuhe alleine anziehen soll.

Der Grund ist simpel. Dein Kind hat schnell gemerkt, dass es in einem Kindergarten, in dem viele Kinder um die Aufmerksamkeit weniger Erwachsener buhlen, keine Chance auf positive Zuwendung hat, wenn es trotzt und zetert. Ausserdem hätte es kaum noch Zeit zum Spielen, wenn es so lange warten würde, bis jemand Zeit hat ihm beim Anziehen zu helfen. Also bleibt Deinem Kind nichts anders übrig als sich anzupassen und sich selbstständig anzuziehen.

Bei Oma sind abends süsse Snacks erlaubt, zu Hause eben nicht

Ein Kind spielt zu Hause also immer anderes als an anderen Orten, weil es hier im wahrsten Sinne des Wortes einen "Heimvorteil" geniesst. Der besteht häufig daran, Mama und Papa gar nicht oder nur selten teilen zu müssen. Trotzdem verstehen Kinder sehr schnell, dass nicht überall die gleichen Regeln gelten und dass unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Erwartungen an sie stellen. Daher musst Du Dir auch wenig Sorgen machen, wenn Dein Kind bei den Grosseltern länger fernsehen oder mehr Schokolade essen darf als zu Hause. Dort gelten einfach andere Regeln und das darfst Du Deinem Kind auch so erklären.

Tipp: Das eigene (Erziehung-) Verhalten hin und wieder reflektieren

Dein Kind ist zu Hause ein kleiner Tyrann und fordert ständig Aufmerksamkeit ein? Das kann leider auch an Deinem eigenen Verhalten liegen. Wenn Du möchtest, dass dein Kind sich alleine beschäftigt, sein Spielzeug aufräumt oder nicht ständig die Sandburgen seiner kleinen Schwester zerstört, dann solltest Du das auch klar vermitteln. Werden vereinbarte Regeln nicht befolgt, hat das Konsequenzen - genau wie ausserhalb der eigenen vier Wände, beispielsweise im Kindergarten, auch.

Bildquelle: thedanw / pixabay.com

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