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Sinnvolles und gesundes Spielen

Das Spiel beim Kleinkind

Spielverhalten Kleinkind

Jana, 20 Monate alt, kann jetzt sicher laufen und liebt es in der Wohnung auf Entdeckungsreise zu gehen. Sie besitzt viel Spielzeug, die Oma hat es gut mit ihrer Enkelin gemeint. Jana bevorzugt jedoch das Spiel mit Haushaltsgegenständen. Mit einem Löffel trommelt sie auf Töpfen herum, die Plastikbehälter aus der Küche füllt sie mit Mamas Wäscheklammern und von Papas PC-Tastatur ist sie regelrecht fasziniert. Wenn Jana gerade kein Geschirr sortiert oder ihren Vater von seiner Arbeit am Computer abhält, versucht sie auf Stühle zu klettern. Auch andere Möbelstücke sind nicht sicher vor ihr, Janas Eltern haben manchmal den Eindruck, dass die Energie ihrer Tochter genau wie deren Neugier unerschöpflich zu sein scheint.

Kleinkinder wollen die Welt auf eigene Faust erkunden

Janas Verhalten ist typisch für ein Kleinkind zwischen dem 12. und dem 24. Lebensmonat. Du wirst bei Deinem Kind wahrscheinlich bereits ähnliche Beobachtungen gemacht haben. Die Fähigkeit, sicher laufen zu können, verleiht Kindern Selbstbewusstsein und vergrössert ihren Bewegungsradius und ihr Streben nach selbstbestimmtem Tun. Sie sind kaum zu bremsen wenn es darum geht ihre Umwelt zu erforschen. Ihr Spiel ist geprägt von der Absicht, sich ganz genau mit der eigenen Umgebung auseinanderzusetzen. Dabei spielen häufige Wiederholungen eine grosse Rolle. Wenn Jana den Kochtopf als Trommel benutzt, so lernt sie spielerisch den Zusammenhang von Ursache und Wirkung kennen. Sie realisiert, dass sie dafür verantwortlich ist, dass der Topf plötzlich laute Geräusche macht, obwohl die Mama ganz andere Dinge damit tut. Ein anderes Spielzeug braucht sie nicht, erst wenn weitere Gegenstände ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wendet sie sich ab und vertieft sich in ein anderes Spiel.

Übrigens: Auch erste Rollenspiele zeigen Kinder zwischen dem vollendeten ersten und dritten Lebensjahr. Sie beobachten und imitieren das Verhalten ihrer Eltern. Dadurch machen sie wichtige Lernerfahrungen.

Das Spiel beim Kleinkind ist geprägt durch Bewegung und Sinneserfahrungen

Das Verhalten beim Kleinkind ist darauf ausgerichtet, seine Umgebung mit allen Sinnen buchstäblich zu begreifen. Daher wird ein interessanter Gegenstand einer eingängigen Untersuchung unterzogen. Zunächst greift Dein Kind danach und ertastet ihn mit den Händen. Dann steckt es ihn in den Mund um zu testen, wie er schmeckt. Anschliessend könnte Dein Kind auf die Idee kommen, den Gegenstand immer wieder fallen zu lassen, ihn gegen eine Wand zu schlagen oder ihn in die Toilette zu werfen. Dieser Einfallsreichtum kostet Eltern viel Zeit und Nerven, für ein Kind ist es jedoch ein Spiel.

Und mehr als das: Durch das Spiel lernt es, sich in der Welt der Erwachsenen zurecht zu finden, diese zu verstehen und seine eigene Persönlichkeit zu entfalten. Das Verhalten eines Kindes in diesem Alter ist zweckfrei, dennoch bezeichnen Pädagogen das Spiel als "die Arbeit des Kindes", weil alle seine späteren Fähigkeiten und Kompetenzen auf die Erfahrungen aufbauen, die es im Kleinkindalter macht. Bewegung spielt dabei eine wichtige Rolle. Um die Umgebung und den eigenen Körper kennenlernen zu können sind motorische Fertigkeiten gefragt. Darum ist das Spiel beim Kleinkind untrennbar verknüpft mit der Freude an Bewegung.

Tipp: Achte darauf, Deine Wohnung kindersicher zu machen

Wenn Dein Kind beginnt zu laufen vergrössert sich automatisch sein Bewegungsradius und es wird schwierig, es immer im Auge zu behalten. Sichere daher Treppen durch Gitter ab und verstaue alle gefährlichen, wertvollen oder zerbrechlichen Gegenstände, die als Spielzeug ungeeignet sind, ausserhalb der Reichweite Deines Kindes.

Bildquelle: Greyerbaby / pixabay.com

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